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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Full Circle«

Hælos

Weinen in der Diskothek: Die Londoner Band Hælos macht keine fröhliche Musik, an Selbstsicherheit fehlt es ihr dennoch nicht.
Geschrieben am
Man würde Hælos nicht unbedingt mit The xx verwechseln, so fehlt bei den Newcomern etwa die prominente Gitarre. Dennoch fühlt es sich so an, als würden sie die gleichen Londoner Nächte beschreiben, vielleicht aus einem unterschiedlichen Blickwinkel, auf anderen Substanzen. R’n’B und zeitgemäß pluckernde Elektronik sind das Rückgrat des extrem atmosphärischen Sounds, der bei dunklem 1990er-Pop wie Everything But The Girl borgt und ihn lautstark aufbohrt. Aber bloß keine hektischen Bewegungen auf der Tanzfläche machen. Derart bequem ist die langsam einsetzende Kältestarre von Hælos, dass man sich fast widerwillig mitgenommen fühlt, wenn sie wie im Song »Oracle« doch mal das Tempo minimal anziehen. Die Londoner kommen mit »Full Circle« nicht komplett aus dem Nichts, alle drei haben bereits unabhängig voneinander Musik veröffentlicht. Da wurde bei der Produktion nicht mehr viel gesucht, der Sound ist in trockenen Tüchern. Kann man ein bisschen abgewichst finden, aber ein Debütalbum von Leuten, die genau wissen, was sie da tun, hat man ja auch nicht alle Tage.

Hælos

Full Circle

Release: 18.03.2016

℗ 2016 Matador

Hælos  Full Circle (Matador / Beggars / Indigo / VÖ 18.03.16)