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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Le Kov«

Gwenno

Auf ihrem neuen Album »Le Kov« verleiht die walisische Sängerin Gwenno Saunders der fast ausgestorbenen Sprache Kornisch ein fantasievolles Pop-Update. 

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Wie spannend es klingen kann, die eigenen kulturellen Wurzeln (ihr Vater stammt aus Cornwall) einer musikalischen Neuinterpretation zu unterziehen, zeigt die Waliserin Gwenno Saunders aufs Neue. Nachdem die ehemalige Pipettes-Frontfrau bereits ihre erste Soloplatte »Y Dydd Olaf« dem Kulturtransfer der keltischen Sprachen (damals vor allem des Walisischen) widmete, lädt sie nun zum »Le Kov«, zum wörtlich übersetzten »Ort der Erinnerungen«. Die in Cardiff geborene Sängerin gehört zu den wenigen Einheimischen, die sowohl des Walisischen als auch des Kornischen heute noch mächtig sind. Auf »Le Kov« erkundet sie ihre eigene Identität und zeigt ihre Verbundenheit mit diesen in Vergessenheit geratenen Traditionen.

Ähnlich wie auch Björk bewegt sie sich dabei in ihrer ganz individuellen, vernebelten Sphäre. In einem wunderbar variantenreichen Soundgeflecht verarbeitet Gwenno futuristische Synthie-Klänge, psychedelische Krautrock-Elemente und exotische Instrumente. Es darf dann auch etwas entrückter und verschrobener sein, wenn Gwenno keltische Mythen vertont oder die walisische Landschaft besingt. Damit schließt sie an die Weite ihres Debüts an und liefert ein weiteres Zeitzeugnis, das tiefer geht als jede Geschichtsstunde.

Gwenno

Le Kov

Release: 02.03.2018

℗ 2017 Heavenly Recordings under exclusive license to [PIAS]