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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Argument«

Grant Hart

Mit dem neuen Album bestätigt sich der Eindruck, dass Grant Hart immer schon der Coolste bei Hüsker Dü war.
Geschrieben am

Da ist man mal wieder auf einem Konzert gelandet und fragt sich, was einen dazu gebracht hat – nein, nicht als Kritik, sondern so rein musikalisch gesehen. Und ich muss spontan an Hüsker Dü denken, was absurd ist, da ich an die schon lange nicht mehr gedacht habe. Und dann fällt mir dieses eine schnarchlangweilige Bob-Mould-Konzert ein, und dass Grant Hart immer der Coolste der Band war. Die neue Platte bestätigt mich in diesem Eindruck. Thematisch hat er sich darauf des viel beschworenen Gedichts von John Milton, »Paradise Lost«, angenommen.

Inspiriert von der melancholischen Stimmung, schrieb Hart ein Doppelalbum, das eindeutig sein Alterswerk einläutet. Viel ist hier Altherren-Pop, zu dem man sich aber gerne bekennen darf. Deepes Intro, danach Americana, Alternative und auch mal kunstvoll Singer/Songwriter (»The Argument«). Und trotz der teilweise fast schon freundlichen Melodien steht auf textlicher Ebene der Nihilismus wie eine Wand: Kein Wille triumphiert!

 

In drei Worten: Satan / Alterswerk / Hundegebell