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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Excerpts From The Diary Of Todd Zilla

Grandaddy

Langer Name, kurzes Album. Aber "EFTDOTZ" (hey, sogar die Abkürzung ist verdammt lang) ist mit seinen gut 30 Minuten offiziell auch eine EP. Das ist das digitale Zeitalter - man muss schon eine knappe Stunde Musik aufnehmen, sonst ist der Kunde mit einem Album unzufrieden. Dabei kommt es gut, dass
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Langer Name, kurzes Album. Aber "EFTDOTZ" (hey, sogar die Abkürzung ist verdammt lang) ist mit seinen gut 30 Minuten offiziell auch eine EP. Das ist das digitale Zeitalter - man muss schon eine knappe Stunde Musik aufnehmen, sonst ist der Kunde mit einem Album unzufrieden. Dabei kommt es gut, dass Grandaddy hier ein paar Sachen rausbringen, die auf ihrem nächsten Album irgendwie deplatziert gewirkt hätten. Von wegen Weiterentwicklung und dergleichen. Denn "EFTDOTZ" klingt eher nach 1997 als nach 2003 bzw. eher nach "Under The Western Freeway" als nach "The Software Slump". "Ach, hier sind die Songs", hat Jason Lytle möglicherweise beim Aufräumen ausgerufen. "Ich wusste doch, dass da irgendwo noch mehr war." Wirklich, Songs wie "Pull The Curtains" oder "Cinderland" hätten sich prima neben "The Laughing Stock" und "Summer Here Kids" gemacht. Da war definitiv noch was im System, das rausmusste, bevor der große Wurf gelandet werden konnte, und V2 war so freundlich, das noch schnell dazwischenzuschieben, bis "Just Like The Fambly Cat" erscheint. Es gibt bestimmt nicht wenige, die sich darüber genauso freuen wie ich, auch wenn Grandaddy hier nicht grade den Vogel abschießen. Dafür sind die immerhin sieben Songs schön dem Anlass entsprechend mit dem 8-Spur-Recorder aufgenommen, und ich wette, so Lo-Fi und rockig kriegt man Grandaddy nie wieder zu hören. Und 30 Minuten sind manchmal auch genug.