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Red Light

Grails

Klavier, Gitarre, Schlagzeug, obzwar noch um Lapsteel-Guitar, Violine und Dulcimer ergänzt, im Kern eben schon Rock. Instrumental. Durchaus die Entwicklungen, die seinerzeit grassierende Post-Manie der Neunziger, reflektierend. Offensichtlich - siehe Label und Verbindungen zu Jackie-O-Motherfucker
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Klavier, Gitarre, Schlagzeug, obzwar noch um Lapsteel-Guitar, Violine und Dulcimer ergänzt, im Kern eben schon Rock. Instrumental. Durchaus die Entwicklungen, die seinerzeit grassierende Post-Manie der Neunziger, reflektierend. Offensichtlich – siehe Label und Verbindungen zu Jackie-O-Motherfucker und Holy Sons – in einer Szene verwurzelt und mit unüberhörbaren musikalischen Anklängen an Mogwai oder Godspeed You! Black Emperor. Aber doch spielen die Grails innerhalb dieses Umfelds eine Musik, die zumindest dort ihresgleichen kaum finden wird: nichts von der oft allzu bombastischen Epik von Godspeed und Mogwai – dennoch durchaus delikat im Sinne von technisch gut gespielt, aber eben damit nicht hausieren gehend, ach ja, und manchmal wegen der Schwere, des Gitarrentons auch an Neil Youngs Crazy Horse erinnernd. Die Häufung negativer Zuschreibungen zum Zwecke der Beschreibung deutet an, dass hier Eigenes geschieht, dem zu allem Überfluss ein offensiver Avantgarde-Duktus gänzlich abgeht. Die Musik der Grails ist mehr als zugänglich. Sie verschlingt einen förmlich, saugt einen auf – und nimmt einen in ihrem Spannungsfeld ganz schön mit. Ganz herrlich.