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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Kolepke zahlt

grafzahl

Kinder, wie die Zeit vergeht. Bzw. was habt ihr eigentlich die letzten dreizehn Jahre so gemacht? Im Falle der Siegener grafzahl ist das überraschend einfach zu beantworten, wenn man ihr „neues“ Album „zur Hand“ nimmt. Neu ist natürlich gelogen, neu ist nur die Reihenfolge der alten Songs, die eine
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Kinder, wie die Zeit vergeht. Bzw. was habt ihr eigentlich die letzten dreizehn Jahre so gemacht? Im Falle der Siegener grafzahl ist das überraschend einfach zu beantworten, wenn man ihr „neues“ Album „zur Hand“ nimmt. Neu ist natürlich gelogen, neu ist nur die Reihenfolge der alten Songs, die eine oder andere Version im Ohr des Betrachters und vielleicht (bestimmt!) die Erkenntnis, dass die Eckpfeiler des Gesamtwerks so herrlich und streberhaft zusammenkompiliert einmal mehr zeigen, wie viele Singlehits grafzahl im Grunde genommen hatten – wenn man einmal vom kommerziellen Erfolg absieht. „Kolepke zahlt“ ist keine Best-of, eher eine Schatzkiste der tollen Band aus der „langweiligen Universitätsstadt“ (Rasmus Engler) mit allerhand Raritäten, die auch der Hardcore-Sammler heute nicht mehr über eBay oder den Flohmarkt unter der Autobahnbrücke zusammengetragen bekommt. „Singles und andere Kleinigkeiten von 1993-2006“, also: Samplerbeiträge, Alternativ-Versionen und Rohfassungen aus heiteren Studententagen, als grafzahl noch Graf Zahl hießen, nebst eben auch regulären (Vinyl-) Singles. „Dose“ (in einer leicht veränderten Gitarrenversion), der Kracher „Tom Tailor Thaler“, „Sommerhitler“, das Pet-Shop-Boys-Cover „Langweilig sein“, „Einkaufen mit Getränken“. So viele Melodien, so viel holprige Herrlichkeit! So viel Pop geht in Punk.