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im Interview: Leicht verstimmt, mit Gänsehaut

Goose

Goose schalten sie einen Gang zurück und erweisen dem Synthesizersound der 70/80er-Jahre die Ehre.
Geschrieben am
Partys, Werbefilme, Videogames und Martin Riemann. Eine Zeit lang schien der Sound der belgischen Electro-Formation Goose wie geschaffen, diesen vier Bereichen energetisches Leben einzuhauchen. Jetzt schalten sie einen Gang zurück und erweisen dem Synthesizersound der 70/80er-Jahre die Ehre.
 
Dave und Tom sind genauso alt wie die Synthies, die sie auf der Bühne benutzen. Die, die in ihrem Studio stehen, sind gar noch bedeutend älter. Insofern schon erstaunlich, so junge Typen vor sich zu sehen, wenn man noch kurz zuvor ihre unglaublich präzise Verneigung vor dem Sound von Tangerine Dream, Giorgio Moroder und Goblin gehört hat. Hier wird nicht mehr elektronisch gepumpt, hier gibt es komplexe Soundscapes, die trotzdem im Dienst leicht aufgeregter Popsongs stehen.

So eindeutig hat sich schon lange keiner mehr zum Synthie-Freaktum bekannt wie die hier. "Als wir diesmal im Studio die Sachen versuchten, die man von uns erwartete, bekamen wir von dem Sound keine Gänsehaut mehr. Es war Zeit, das zu tun, was wir schon immer machen wollten.“
Mit ihren Synthesizern spielen – was ja bekanntlich schnell mal trashig klingt, die B-Movie-Geschichte zeugt davon.

Dass Goose den Abgrund meistern und auf "Synrise“ monumentales Niveau erreichen, liegt daran, dass sie "die Verstimmung suchen“, „gebräuchliche Sounds an eigentlich falschen Stellen einsetzen“, eben bewusst "nicht perfekt klingen wollen“. "Wenn wir zum Beispiel ein Pad benutzen, Peauuu, dann legen wir ein richtig altmodisches Reverb drauf, damit es nicht mehr so cheesy klingt.“

Es ist immer schön, die leuchtenden Augen von Freaks zu sehen, wenn sie über das reden, was sie lieben. Das gilt für Tom besonders. Und auf die Frage, ob sie ihre Karriere wirklich als AC/DC-Coverband begonnen hätten, antwortet er: "Wir haben am Anfang in einer Kneipe zwei Coverversionen von ihnen gespielt. Ich liebe die AC/DC der Bon-Scott-Ära. Wenn ich mich für eine einzige Band entscheiden müsste, wären das AC/DC. Für mich sind sie die perfekte Band.“ Rock on, Belgien!



Intro empfiehlt:
Goose "Synrise" (!K7 / Al!ve)