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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»I Don’t Belong Here Anymore«

Goodbye Fairground

Den ewigen Vergleich mit The Gaslight Anthem und Against Me können Goodbye Fairground nicht abschütteln. Trotz Bemühungen bleibt die eigene Note auch auf dem zweiten Album eher dezent.
Geschrieben am
Es ist keineswegs so, dass Wiederholung zwangsläufig Langeweile produziert – erst recht nicht in einem nachsichtigen Genre wie dem Punkrock. Aber derart uninspiriert, wie das Quintett aus NRW hier seine 35 Minuten Moshpit-Glückseeligkeit runterklampft, muss es dann auch nicht sein. Goodbye Fairground sind drei Jahre nach ihrem Debütalbum immer noch uferlos zwischen Mitrock-Schunkelei, fest positionierten Gitarrenmelodien und dem verzweifelten Versuch der dezenten Identitätsfindung gefangen.

Mit dem einen oder anderen Indie-Pop-Moment wie »MacGuffin« (mit Sängerin und halb so vielen verzerrten Gitarren), oder melancholischen College-Rock-Ambitionen (»The Egyptian Power«) lässt sich die langatmige Vorhersehbarkeit der übrigen Songs auch nicht kompensieren. Aus Sicht junger Konzertgänger mag dieser geglättete Emo-Sound vielleicht aufwühlend erscheinen, aber die Playlist der Kids reicht eh nur bis zum letzten Smartphone-Wechsel zurück. Im Kaleidoskop der Musikveröffentlichungen verbleibt hiervon nicht mehr als eine gut gemeinte, aber fade Randnotiz.

Goodbye Fairground

I Don't Belong Here Anymore

Release: 21.10.2016

℗ 2016 This Charming Man Records