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Tech-Talk #251

Golf über Auto-Tune

Momentan sind die Kölner Herren von Golf mal wieder oder immer noch auf »Playa Holz«-Tour. Vorher gewährten sie uns noch einen Blick in ihre Studiowerkstatt und erzählen vom Fluch und Segen des Auto-Tune-Effekts.
Geschrieben am
Um das vorneweg erst mal klarzustellen: Bei Golf gibt es kein Auto-Tune. Auch wenn es namentlich natürlich ganz gut passen würde. Lol. Fakt ist, dass wir es nicht hinbekommen, Auto-Tune in unseren Songs zu verwenden, ohne dass es zu gewollt klingt. So wie Cher oder Kanye West den Effekt ausreizen oder Bands wie Der Ringer ihn witzig zitieren, können wir damit nicht umgehen. Also lassen wir es lieber direkt. Trotzdem hat die Anschaffung des TC-Helicon Voice Tone C1 Vocal-Prozessors sich gelohnt. Denn obwohl man den am Ende nicht hört, ist er ein wichtiger Bestandteil unseres Songwritings geworden. Wie Yung Hurn schon vor Jahren wusste, macht Auto-Tune jeden zum Opernsänger. Das nutzen wir schamlos aus. Wenn eine Melodie im Kopf festhängt und nicht durch die Finger auf Tasten oder Saiten will, singen wir sie einfach. Dank Auto-Tune sitzt jede Note perfekt, was es möglich macht, die Melodien am Computer in MIDI-Clips zu transformieren. Die kann man dann nachher zu jedem Instrument werden lassen, das einem vorschwebt. Auto-Tune gibt uns als technisch limitierten DIY-Schlafzimmer-Musikern die Möglichkeit, unsere Ideen richtig zu artikulieren, und hat damit auch abseits von Ironie und Trap Respekt verdient.