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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Too Real«

Giraffage

Der Weg des US-Produzenten Giraffage zu seinem Debüt war nicht leicht. Die inneren Dämonen, die er während dessen Entstehung bekämpfte, hört man der Platte indes nicht an.
Geschrieben am
Charlie Yin alias Giraffage hat eine schwierige Phase hinter sich. In dieser Zeit, so sagt er, habe er die vielleicht besten Songs seines Lebens geschrieben, dank der vielen darin enthaltenen Kollaborationen (etwa mit Japanese Breakfast und Angelica Bess) neuen Lebensmut fassen können. Man könnte »Too Real«, das in Yins Schlafzimmer geschriebene Albumdebüt des Produzenten aus San Francisco, klanglich als eine düstere, ernste, ganz und gar kathartische Angelegenheit erwarten.

Doch der zwei Jahre andauernde Prozess der Entstehung und die damit verbundene Lebensaufgabe waren wohl der Ernsthaftigkeit genug: »Too Real« ist vor allem ein Dance-Album, das fluffige House-Beats mit dezent melancholischem Air-Synthie-Pop und R’n’B-Harmonien zu einem locker-leichten, sommerlich verspielten Eiscreme-Sandwich kombiniert. Die inzwischen reichlich große Nachfrage nach den Produktions-Skills Giraffages sind fraglos gerechtfertigt: Mit der allumfassenden Lässigkeit von »Too Real« und dem Überwinden seiner inneren Dämonen dürfte Yin für eine große Zukunft gewappnet sein.

Giraffage

Too Real

Release: 20.10.2017

℗ 2017 Counter Records