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Is All Over ... The Map

Giant Sand

Das Gesamtwerk von Howe Gelb diskografisch zu erfassen ist definitiv unmöglich. Vage schätzend, vermute ich etwa vierzig Alben, für die Gelb mitverantwortlich ist. Hinzu kommt, dass seine Bandkollegen Joey Burns und John Convertino, von deren Nebenprojekten - Calexico, Friends Of Dean Martinez und
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Das Gesamtwerk von Howe Gelb diskografisch zu erfassen ist definitiv unmöglich. Vage schätzend, vermute ich etwa vierzig Alben, für die Gelb mitverantwortlich ist. Hinzu kommt, dass seine Bandkollegen Joey Burns und John Convertino, von deren Nebenprojekten – Calexico, Friends Of Dean Martinez und etwa zehn weitere Kapellen – der eine oder andere auch schon mal was gehört haben könnte, sich nicht weniger emsig um die Neuinterpretation von Folklore bemühen. Das Mutterschiff, das ironischerweise nie die Aufmerksamkeit erhalten hat wie der Rest der Flotte, bleibt jedenfalls Giant Sand, und vorliegendes Album ist das zwölfte. Stahlgitarre, Kontrabass, Piano und die Reinkarnation von Lee van Cleef am Mikro. Produziert von John Parish und Howe Gelb, konzeptgetreu konzeptlos, basierend auf Improvisation, Experiment und klassischem Songwriting grenznahen Kolorits, für das man so lustige Begriffe wie »Tex-Mex-Border« erfunden hat. Bis auf einige ungewohnt fröhliche Passagen wenige Überraschungen also, aber wer braucht die schon. Ich zumindest nicht. Ich lasse mich gerne, solange man dies hohe Niveau halten kann, auch von den nächsten zwölf Alben vereinnahmen. Und dass ich in diesem Text kein einziges Mal das Wort »Wüste« benutzt habe, macht mich ein wenig stolz.