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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon

Get Well Soon

Man soll ja mit dem Ausdruck Wunderkind geizen. Doch der erst 25-jährige Konstantin Gropper fällt unter diese Kategorie.
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Man soll ja mit dem Ausdruck Wunderkind geizen. Aus Rücksicht auf Wunderkinder, die wie Jahrmarksäffchen in aller Öffentlichkeit mit ihren Kunststückchen vorgeführt werden als wäre jeder, der halbwegs was drauf hat schon ein Mozart. Doch der erst 25-jährige Konstantin Gropper, der sich hinter dem Namen Get Well Soon versteckt, fällt unter diese Kategorie.



Mit fünf spielte er Cello, mit 14 hatte er seine erste Band, und gleich sein Debüt ist ein kleiner Geniestreich, klingt so ausgereift und voller Bezüge in die Popvergangenheit und -gegenwart, dass man das Gefühl hat, der junge Oberschwabe sei bereits ein alter Songschreiber-Hase. Referenzen in Groppers instrumentenreichen Klangkosmos, den er fast alleine in seinem Heimstudio eingespielt hat, sind Leonard Cohen, Radiohead, Benjamin Biolay, Bright Eyes und vieles mehr aus dem nachdenklichen, melancholischen, angefolkten Crooner- und Heulsusen-Ressort.

Niemals verfällt Get Well Soon jedoch der bloßen Imitation. Es ist ein bewusstes, zitatenreiches Mitbauen am großen, seit Generationen entstehenden „Tower Of Song“. Und dieser erhält mit „Rest Now, Weary Head“ einen wahrlich großen Stein.