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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Provinzglück

George Lindt / Christian Ulmen

„Provinzglück“, das ist der erste Roman des Berliner Detaillisten George Lindt. Detaillist soll dabei so viel bedeuten, dass er mit seinem Label Lieblingslied viehisch liebevolle Artefakte rausgibt. Meist Format-Übergreifendes. Mit Buch eingelagert, Kunstdruck dazu, Hütchen drauf, Spucke dran etc. A
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„Provinzglück“, das ist der erste Roman des Berliner Detaillisten George Lindt. Detaillist soll dabei so viel bedeuten, dass er mit seinem Label Lieblingslied viehisch liebevolle Artefakte rausgibt. Meist Format-Übergreifendes. Mit Buch eingelagert, Kunstdruck dazu, Hütchen drauf, Spucke dran etc. Auch seine Lese-CD ist daher nicht nur einfach ein eingelesenes Buch, sondern wieder ein halbes Gesamtkunstwerk. Aufgemacht, als wäre noch immer Digital’n’Niedlichkeits-Rokoko, und mit einer bekannten Stimme aufgestockt: Christian Ulmen, der Neu-Jungschauspieler bzw. die alte Rampensau übernimmt den Part des Erzählers. Und liefert absolut facettenreich ab. Wie Indie-Rufus-Beck auf Bier und mit Humor. So gewinnt „Provinzglück“ (Buch-Rezension siehe Intro #133) noch den Aspekt des Entertainment hinzu – natürlich, ohne dass es langweilig gewesen wäre, als einem seinerzeit die eigene Stimme im Kopf das Ding vorgelesen hatte. Auf der DVD finden sich dann noch ein paar Indie-Video-Classics, um den emotionalen Rahmen des Lindt-Universe fühlbar zu machen: Bright Eyes, Adam Green, Tocotronic, Stereo Total u. a. Sowie mitunter überraschende Kurzfilme aus dem Fundus des autoreneigenen Umfelds bzw. Erlebens.