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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Weller sagt ja, Cook nein

Gehören Fußball und Musik zusammen?

Die WM naht, Fußball wird für die nächste Zeit wieder alle Aspekte des täglichen Lebens beeinflussen. In der Musik bemerkt man diesen Einfluss schon jetzt. Täglich erfährt man von neuen Kollaborationen, die sich der Fußball-WM thematisch annehmen. Rollo, Fat Les, Def Leppard – sie alle arbeite
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Die WM naht, Fußball wird für die nächste Zeit wieder alle Aspekte des täglichen Lebens beeinflussen. In der Musik bemerkt man diesen Einfluss schon jetzt. Täglich erfährt man von neuen Kollaborationen, die sich der Fußball-WM thematisch annehmen. Rollo, Fat Les, Def Leppard – sie alle arbeiten an Songs zum oder über das Turnier. Die grundsätzliche Frage aber bleibt unbeantwortet: passen Fußball und Musik überhaupt zusammen?

Norman Cook aka Fatboy Slim hat dazu eine ganz eindeutige Meinung. Trotz inniger Zuneigung zu seinem Verein FC Brighton lehnte er es vor kurzem ab, einen Remix des Vereinssongs "Sussex By The Sea" anzufertigen. Und das, obwohl die "Seagulls" mit einigem Abstand den ersten Platz in der zweiten Liga belegt haben und damit in die First Division aufgestiegen sind. "...I love music and I love my football, but in my opinion the two just do not mix. I’ve heard the various World Cup and Cup Final songs and I don’t really like any of them. They’re a bit cheesy. It’s not the kind of thing I want to get involved with." Die Entscheidung dürfte Fatboy schwer gefallen sein, besonders wenn man beachtet, dass der große DJ und das Label Skint Sponsor des Teams sind und in diesem Jahr schon einen sechsstelligen Pfundbetrag für Neueinkäufe gespendet hat. Einen Trip zur WM, wo er auch auflegen wird, lässt sich Cook dann aber doch nicht nehmen.

Andernorts aber möchte man nicht so weit gehen, Fußball und Musik jeglichen inhaltlichen Bezug aufeinander abzusprechen. Schließlich gibt es doch neben Verbrechen wie dem eigentlich gar nicht mehr erwähnenswerten Anastacia-Song oder diversen Ergüssen der jeweiligen DFB-Auswahlen durchaus okaye Entwürfe - wie z.B. die "Mehmet Scholl Kompiliert. Vor dem Spiel ist nach dem Spiel"-CD auf Blickpunkt Pop oder – mit Abstrichen – "Lars Rickens Hot Shots" auf Our Choice/Rough Trade. Ebenfalls keine großen Berührungsängste mit dem runden Leder hat Paul Weller. Jetzt gab er die Erlaubnis zur Nutzung des The Jam-Songs "Going Underground" als Englands Hymne für die kommende Weltmeisterschaft. Allerdings wird der Song nicht in seiner ursprünglichen Form genutzt sondern von DJ Daryl Denham neu überarbeitet und mit dem wohlüberlegten Namen "Go England" versehen werden. Bleibt die Frage, ob sich bei dieser Großveranstaltung alle britischen Fans auf genau diesen Song einigen können, oder ob es doch zu einem erneuten Rerelease von "Three Lions" kommt.
Mehr zur WM, Fußball an sich und natürlich Musik gibt es in der Juni-Ausgabe des Intro.