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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»World’s Strongest Man«

Gaz Coombes

Pop mit psychedelischer Schlagseite dominiert auch auf dem dritten Soloalbum des Briten. Moderner als zuletzt.

Geschrieben am

Die Inspirationsquellen für den dritten Solostreich des ehemaligen Vorstehers von Supergrass lesen sich bemerkenswert. Neben musikalischen Vorlagen wie Neu! und HipHop sei der Musiker diesmal auch von kalifornischem Cannabis, britischen Wäldern und – aufgepasst! – unkontrollierter Männlichkeit beeinflusst gewesen. Was soll das denn nun heißen? Ist der Pop-Psychedeliker, der mit seiner ehemaligen Hauptband die quirligsten Stücke zum Britpop beisteuerte, nun zum aggressiven Rocker mutiert? Glücklicherweise nein, nur steht er nun offenbar selbstbewusst wie nie auf Solofüßen, quasi als Selbstvergewisserung: »I’m the world’s strongest man

Die charmante Großspurigkeit hat er offenbar aus guten alten Zeiten, wo es sich mit Gruppen wie Oasis zu duellieren galt, herübergerettet. Die Musik ist von Soul beeinflusst, wie auch bei Richard Ashcroft in dessen besten Momenten kann sich Coombes in seinen Stücken verlieren. Die leicht psychedelische Schlagseite kommt den Liedern dabei gut zupass, sodass groovende und karge Gospelnummern wie »Walk The Walk« entstehen. Die Platte ist cool, weil der Brite eben ein cooler Kauz ist. Die tatsächlich hörbaren HipHop-Referenzen und ein paar dezent gestreute Synthie-Beats verleihen ihr zusätzlich das nötige Maß an Gegenwärtigkeit.

Gaz Coombes

World's Strongest Man

Release: 04.05.2018

℗ 2018 Gaz Coombes Ltd