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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Return The Gift

Gang Of Four

Gang Of Four, sapperlot, da schlägt’s mich hin. Kommen denn jetzt alle wieder aus der Gruft, in die ich irgendwann meine Jugend legen musste und in der sie alle ganz gut lagen, meine Leidenschaften und diese tollen Bands? Offensichtlich ja. Gang Of Four immerhin haben gut daran getan, nicht einfach
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Gang Of Four, sapperlot, da schlägt’s mich hin. Kommen denn jetzt alle wieder aus der Gruft, in die ich irgendwann meine Jugend legen musste und in der sie alle ganz gut lagen, meine Leidenschaften und diese tollen Bands? Offensichtlich ja. Gang Of Four immerhin haben gut daran getan, nicht einfach neue Stücke aufzunehmen (dieses „nicht einfach“ ist leider sehr ernst gemeint), sondern ihre Stücke noch mal einzuspielen, da man, wie man feststellte, hie und da die falschen Dinge gemacht hatte. Das Ergebnis ist erstaunlich, denn 25 Jahre später klingen die Stücke nicht nur noch immer mitreißend, auch die Band konnte bei ihrem Neueinspielen kaum etwas machen. Es ist ein bisschen so, als hätte sich der späte Brecht noch einmal über seinen „Baal“ hermachen wollen und dann kaum Änderungen vornehmen können. Doch, so verhält es sich hier tatsächlich: Diese Best-of, als die man „Return The Gift“ betrachten kann, zeigt ein abgeschlossenes, einsam gutes Werk. Dass dem nichts hinzuzufügen ist, beweisen dann auch die Remixe auf der zweiten CD in diesem Doppelpack. Seien es Ladytron, seien es Hot Hot Heat, sie alle können den Stücken nur etwas wegnehmen, was sie vor allem dann tun, wenn sie dem merkwürdigen Discorock der Originalstücke einen gewaltigen Bumms hinzufügen. Die zweite Scheibe hätte man sich also getrost sparen können, nur hätte sich dann die erste wohl gar nicht verkauft. Was auch nicht schlimm gewesen wäre, Ehrungen – und sei es in wirklich guten Coverversionen – hat das Quartett ja eh genug gesammelt.