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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Saint Dymphna

Gang Gang Dance

Einer der vielen Gründe, warum Gang Gang Dance so faszinierend klingen - einmal ganz davon abgesehen, dass es eine Band zu sein scheint, die rastlos experimentelle und visionäre Wege verfolgt, ist ...
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Einer der vielen Gründe, warum Gang Gang Dance so faszinierend klingen - einmal ganz davon abgesehen, dass es eine Band zu sein scheint, die rastlos experimentelle und visionäre Wege verfolgt: Liz Bougatsos unbezähmbares, hell leuchtendes Organ als Epizentrum des New Yorker Quartetts.

Wie ein Schwert zieht es durch die Wogen von Becken und Tremolo-Rauschen, hüllt seine Umgebung in ein gewaltiges, melodisches Tirilieren und Wehklagen. Gang Gang Dance zählen zu diesen heißspornigen Brooklyn-Bands, die anscheinend neben Animal Collective oder Yeasayer für aufrichtige Huldigungen auserkoren wurden. Bereits ihr letztes Album "God's Money" von 2005 deutete die Tiefe und Wunderlichkeiten in dem akribisch gewebten und organischen Sound an. Ein verstörender Klangteppich aus transzendenter Percussion und seelenvoller Pop-Abstraktion. Mit glühendem Eifer such(t)en sie die Annäherung an kunstbeflissene Tribal Riddims, geben sich exzentrisch in den polyrhythmischen Refrains und öffnen sich verwandten Electronica-Genres: Bei "Princes" macht UK-Grime-Spezi Tinchy Stryder, der bereits mit The Streets und Craig David kollaborierte, am Mikro eine sehr gute Figur. Mit Gang Gang Dance unterstreicht das Warp-Label die Wandlungsfähigkeit seiner musikalischen Ausrichtung. Man kann nur gratulieren.