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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Pink Is The Colour Of Unconditional Love«

Gabriella Cohen

Wenn man Lo-Fi bereits erfolgreich gemeistert hat, warum beim nächsten Mal nicht gleich alles in Eigenregie machen? Auf ihrem zweiten Album platziert Gabriella Cohen noch mehr nostalgische Melodien und vielleicht zu viele Sound-Einflüsse.

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Oft braucht es nur wenig, um viel zu transportieren – sich selbst und eine gute Freundin zum Beispiel. Kurz nach der Veröffentlichung ihres vom Lo-Fi-Ethos geküssten Indie-Pop-Debüts »Full Closure And No Details« zog es Gabriella Cohen eben nicht erneut ins Studio, um ihren Musen freien Lauf zu lassen, sondern auf eine Farm in der ländlichen Gegend von Victoria in Australien. Zusammen mit ihrer langjährigen Musikkollegin Kate Dillon sind dort die ersten Songs für »Pink Is The Colour Of Unconditional Love« entstanden, auf dem die Songwriterin es kaum noch zulässt, überhaupt einem Genre zugeordnet zu werden.

Auf 38 Minuten ist zwar die Liebe zu Lo-Fi immer noch präsent, wird aber mehr und mehr von einer Retro-Grundstimmung abgelöst: Mal unterliegt den Songs ein subtiler Steppenwüsten-Sound, dann wieder gehen sie zu Cocktail-Lounge-Gesang oder repetitiven Drums über. Das funktioniert jeweils leider nur so lange, bis der Umbruch kommt und die vorangegangene Stimmung zerstört wird. Ein weiterer Produzent hätte diesen wilden Output vielleicht doch noch bremsen können, so aber scheinen mit Cohen dieses Mal die Pferde durchgegangen zu sein.

Gabriella Cohen

Pink is the Colour of Unconditional Love

Release: 01.06.2018

℗ 2018 Third Side Music