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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Geht Warner an die Börse?

Fusionen sind doof

Seit die Musikbranche wirtschaftlich durch das Jammertal der Tränen wandert, mehren sich die Rufe nach drastischen Veränderungen. Das Geschäft läuft schwer, gleich mehrere Industrie-Riesen machen sich gegenseitig Konkurrenz, da liegt die Idee des Fusionierens nicht fern. Sony und BMG haben es zuerst
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Seit die Musikbranche wirtschaftlich durch das Jammertal der Tränen wandert, mehren sich die Rufe nach drastischen Veränderungen. Das Geschäft läuft schwer, gleich mehrere Industrie-Riesen machen sich gegenseitig Konkurrenz, da liegt die Idee des Fusionierens nicht fern. Sony und BMG haben es zuerst gewagt, stießen damit auf heftigen Widerstand und gerade für den Verband der unabhängigen Labels ist die Sache bis heute nicht vom Tisch. Umso unwahrscheinlicher also, dass die zweite spekulierte Zusammenlegung der Branche, die der Warner Music Group mit dem britischen Traditionsunternehmen EMI, unbeschadet die Kartellwächter passieren könnte. Aus jüngsten Meldungen wird nun deutlich, dass Warner (Missy Elliott, Madonna, Kylie Minogue) die Sache ähnlich sieht und stattdessen frisches Kapital aus einem Börsengang ziehen will.

Doch vor einem erfolgreichen Parkett-Start muss erst einmal strategisch investiert werden, um den eigenen Marktwert aufzupolieren. Wie musikwoche.de heute meldet, spielen die Manager von Warner daher immer offener mit dem Gedanken, sowohl die britische Sanctuary Group als auch die kalifornische Managementagentur The Firm (vertritt u.a. Snoop Dogg, Linkin Park und Anastacia) zu kaufen, um sich nicht allein mehr auf den Verkauf von Musik stützen zu müssen. Die ebenso im Bereich der Vermarktung und des Verlagswesens erfolgreiche Sanctuary Group erwartet in diesem Jahr einen Vorsteuergewinn von 26,3 Mio. Euro. Spötter der Branche hatten so schon geunkt, anstelle einer Fusion würde sich Sanctuary demnächst ganz einfach einen Major (nahe liegen: Warner oder EMI) kaufen. Spaß oder nicht, Warner scheint dem nun zuvor kommen zu wollen. Bei The Firm haben sich so zumindest schon vor wenigen Wochen zwei Investoren eingekauft, die auch größere Anteile an Warner halten. Als Kaufpreis wurde damals ein Betrag in "niedriger achtstelliger Höhe" angegeben.