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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Fujiya & Miyagi«

Fujiya & Miyagi

Fujiya & Miyagi erinnern schwer an Kraftwerk, tappen jedoch nicht in die Retrofalle, sondern entwickeln für ihre synthetischen Symphonien eine intelligente Mixtur aus Disco, Electro und Pop.
Geschrieben am
Magnesium, Serotonin und Adrenalin sind die Begriffe, die dem Hörer zu Beginn des selbstbenannten sechsten Fujiya&Miyagi-Albums wie bei einem »Tour De France«-3D-Konzert Kraftwerks entgegenfliegen. Bei den Briten tanzen die Roboter jedoch nicht ganz so diszipliniert, und trotz ihrer 20-jährigen Karriere ist von einer Musealisierung des Werks auch nur wenig zu spüren. Die Songs sind lebendige, versponnene elektronische Gebilde voller Energie, und der Groove atmet den Geist des treibenden Krautrock – womit wir wiederum bei den Anfangszeiten von Kraftwerk angelangt wären. Auch bei Fujiya & Miyagi ist deren Experimentierphase die Grundlage für ihre Synthie-Pop-Hymnen, die zuweilen sogar an die Kühle einer Anne Clark erinnern oder auch an die Wärme der Hits von Hot Chip. Dass schließlich einer der Tracks »Synthetic Symphonies« heißt, erscheint nur folgerichtig, denn Fujiya & Miyagi brauen hier unter dem Zischen und Blubbern der Synthesizer ein künstlich hergestelltes geschmackssicheres Instrumental-Meisterwerk zusammen, das man nur zu gerne auf der Tanzfläche genießt.

Fujiya & Miyagi

Fujiya & Miyagi

Release: 07.04.2017

℗ 2017 Impossible Objects Of Desire