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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

The Chemistry Of Common Life

Fucked Up

Gewaltige Energie und unendliche Ruhe vereinen sich auf dem neuen Werk des Fels in der Brandung der Hardcore-Szene.
Geschrieben am
"Living like a stone in a river, all alone / Peaceful at the bottom, while the rest fight not to drown", singen Fucked Up auf ihrem zweiten Album und umreißen damit das Wesen ihrer Musik sehr treffend.

Die kanadische Band ist ein Fels in der Brandung der Hardcore-Szene. Sie ist das Nugget, das Martin "If The Kids Are United" Büsser finden würde, wenn er sich noch einmal dazu aufraffen könnte, an den vielen Strömen des Punk Gold zu waschen. So sehr man sich von der gewaltigen Energie, welche die Songs auf "The Chemistry Of Common Life" umgibt, auch mitreißen lassen möchte, so fasziniert ist man von der unendlichen Ruhe, die das gesamte Album in seinem Inneren zusammenhält. Sphärische Keyboards, die Trommeln von Woodstock, der schwebende Gesang eines Frauenchors: Fucked Up sind für den von der Welt zugedröhnten Verstand, was eine Darmspülung für den Körper ist - mit jedem Durchlauf wird man mehr von der Scheiße los, die einen belastet. "Sitting while the current of the stream passes me by / Forget about the fighting and the flow as I empty my mind", beschreibt Sänger Pink Eyes diese reinigende Erfahrung. Sollte Martin Büsser eines Tages ein Buch über diese so wichtige Band schreiben wollen, ein passender Titel wäre sicherlich: "If The Kids Are Emptied. Von Punk zu Hippie-Hardcore und zurück".