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»Funny Farm«

Fuck Yeah

Die routinierten Bayern Fuck Yeah schwanken auf ihrem zweiten Album »Funny Farm« zwischen Indie-Kennerschaft und Rock-Party-Coverband.

Geschrieben am

Viel Gutes kam aus Bayern zuletzt nicht. Ein verschärftes Polizeigesetz, Markus Söders Kruzifix-Vorstoß, alles von und mit Horst Seehofer. Fuck Yeah bilden eine erfreuliche Ausnahme. Die Münchener Mitvierziger nudeln sich auf ihrem zweiten Album »Funny Farm« durch die jüngeren Dekaden der Rockgeschichte zwischen rotzigem Punk-, Indie- und Pubrock. In den besten Momenten gemahnt die Band um Mastermind Markus Naegele, im anderen Leben Programmchef bei Heyne-Hardcore, an die Pixies (»Hippo«), bei »Remember« erahnt man ihre Wertschätzung für 1990er-US-Bands wie Pavement oder Guided By Voices.

Höhepunkt der Platte ist das intime »Bad Seeds«: »Get rid of all the hate, get rid of all the fear, get rid of all the bad seeds keeping you from sleep«. In den lahmeren Momenten allerdings klingt der Mirdochegalichmussniemandemwasbeweisenundmachewasichwill-Ansatz von Fuck Yeah nach einer launig zusammengestellten Coverband für Geburtstagsfeiern und ähnliche Anlässe. Eine gewisse Beliebigkeit sitzt als ständiger Begleiter auf dem meist aufgedrehten Verstärker, die Rockgeschichte überdauern wird diese Platte sicher nicht. Diese Kritik dürfte die vier Jungs allerdings kaum stören. »Andere machen mit ihren Freunden Gourmet-Trips durch Metropolen. Wir leben unseren Traum«, sagt Naegele selbst über sein verspätetes Rockstar-Dasein. Fuck yeah!

Fuck Yeah

Funny Farm

Release: 04.05.2018

℗ 2018 Fuck Yeah