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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Wichita Lineman

Friends Of Dean Martinez

Zu Beginn hört man leise einen Projektor rattern - aha, also soll diese Musik ein akustischer Film, bzw. der ewige Soundtrack zum nie gedrehten Film sein. Und so ist es auch: Gleich zum ersten Track, einem Neil-Young-mäßigen, rumpeligen Feedbackgeballer, läuft ein Streifen mit dem Titel “Americana”
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Zu Beginn hört man leise einen Projektor rattern – aha, also soll diese Musik ein akustischer Film, bzw. der ewige Soundtrack zum nie gedrehten Film sein. Und so ist es auch: Gleich zum ersten Track, einem Neil-Young-mäßigen, rumpeligen Feedbackgeballer, läuft ein Streifen mit dem Titel “Americana” an. Im zweiten Song wird dann das Genre klar: Wir befinden uns in einem Western, in einer Geisterstadt: Banjo, Steelguitar und ein knochentrockener Bass liefern dazu den unheimlich-schönen Soundtrack, der einem Sergio-Leone-Western entsprungen sein könnte. Nach dieser Platte kann man sich den Besuch der Wüsten Arizonas eigentlich sparen, denn viel echter als die Friends es dir in deinem Kopf zeigen, kann es auch nicht sein. Stauby. Und dann bekommt auch noch der Tenessee Waltz das Martinez-Treatment, schließlich darf kein Western ohne das kitschige Thema sein, zu dem der Held der Farmerstochter verspricht, dass er ewig an sie denken werde und er vielleicht nicht zurückkommt etc. Hierzulande eignet sich dieses Instrumental-Album gut für eine Spritztour durchs spätsommerliche Emsland mit seinen tristen Stoppelfeldern, für einen Ritt von Tankstelle zu Tankstelle, nach alten Karren auf dem Hinterhof und der Tankwartstochter schielend.