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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Things I’ve Never Said«

Frances

Mit Zeit, Geduld und Klavier wird alles besser: Das Debüt der Britin Frances wurde lange erwartet und enttäuscht keineswegs.
Geschrieben am
Manche Songs auf Frances’ Debütalbum hatten zehn Jahre Zeit, um sich zu entwickeln. Mit zwölf hat die heute 23-Jährige angefangen, sie zu schreiben. »Grow« und »Let It Out« gab es beispielsweise schon auf ihren Tourneen zu hören. Dieses Debüt ist keine Revolution, aber ein abgerundetes und bodenständiges Stück Popglanz für diejenigen, die mit dem Glamour und Drama einer Adele nichts mehr anfangen können. Große Namen wie Greg Kurstin (The Bird And The Bee), Jimmy Napes (Sam Smith) und Howard Lawrence (Disclosure) haben hier mitgemischt. Frances singt meistens schnörkellos und verkörpert dabei viel Seele, besonders auf der Bühne. Ihre Stimme und deren immense Substanz kommen aber tatsächlich ohne Begleitung am besten zur Geltung (»Don’t Worry About Me«). Zwischen opulenten Streicher-Balladen (»Drifting«) und perfektioniertem Radiopop wie der Hymne »No Matter« entpuppen sich besonders die reduzierteren Stücke als Schönheiten: Ihre Zusammenarbeit mit den Londonern Ritual, »When It Comes To Us«, lebt von behutsamer Intimität und stilvollem Understatement. Um aber doch noch ein bisschen zu meckern: Etwas weniger hätte gereicht, aus den 16 Songs hätten zehn herausdestilliert werden können. Auch die Texte sind stellenweise zu unterwürfig. Aber es sei Frances verziehen, denn das klingt alles ziemlich großartig.

Frances

Things I've Never Said (Deluxe)

Release: 17.03.2017

℗ 2017 Cookie Records