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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Forth Wanderers«

Forth Wanderers

Das zweite Album der jungen Band aus New Jersey bietet charmant-rumpeligen 1990er-Indie-Rock mit Widerhaken.

Geschrieben am

Auf ihrem Sub-Pop-Debüt präsentieren sich die Forth Wanderers ausgefeilter und selbstbewusster als noch auf dem Vorgänger »Tough Love« aus dem Jahr 2014. Dabei mag der Wechsel zu dem profilierten Indie-Label eine Rolle gespielt haben, produktionstechnisch hat das Quintett dadurch jedoch nicht das Protzen angefangen. In fünf Tagen wurde das Album im Heimstudio des befreundeten Toningenieurs Cameron Konner aufgenommen, also bleibt alles weiterhin geradeaus DIY. Die Songs der Forth Wanderers sind grundsätzlich uneben und kratzig. Sie sind voll mit kleinen Breaks und zunächst wild anmutenden Melodieverläufen, deren Widerhaken nach mehrmaligem Hören immer stärker ihre Wirkung entfalten.

Alleinstellungsmerkmal ist der lässig-nölige Gesang von Ava Trilling, die offenherzig ihr Innenleben reflektiert. Manchmal preschen die Drums dabei eine Spur zu hektisch nach vorne, und der eine oder andere Song scheint sich gerade zum Ende hin etwas in einer Sackgasse zu verlieren. Die Raffinesse von aktuellen Female-Fronted-Indie-Bands wie Alvvays und den ebenfalls grandiosen, aber hierzulande noch unbekannten Faith Healer erreichen die Forth Wanderers trotz einer gewissen Ähnlichkeit nicht. Aber mit dem Opener »Nevermine« und der Single »Not For Me« stechen aus dem Album immerhin zwei sehr vielversprechende Hits heraus.

Forth Wanderers

Forth Wanderers

Release: 27.04.2018

℗ 2018 Sub Pop Records