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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Forgiveness Rock Record

Broken Social Scene

Nichts Neues von der super Supergroup aus Kanada. Was allerdings heißen soll: Toll, toll, toll!
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Nichts Neues von der super Supergroup aus Kanada. Was allerdings heißen soll: Toll, toll, toll!

Für die kanadische Band Broken Social Scene hat sich mittlerweile der Angeber-Begriff der Supergroup etabliert. Nicht weil sie nach Ansicht vieler Fans und Kritiker schlicht super ist, sondern als Rückgriff auf einen in den 60er-Jahren für Gruppen wie Cream und Crosby, Stills & Nash entstandenen Ausdruck, der das Phänomen der mit Musikern aus verschiedenen Bands zusammengewürfelten Formationen fassen wollte. Mehr als um eine Band im herkömmlichen Sinne handelt es sich bei Broken Social Scene nämlich um einen Zusammenschluss aus Torontos Independent-Szene.

Auf dem von John McEntire (Tortoise) produzierten „Forgiveness Rock Record“ ist dabei abermals erstaunlich, auf welch hochreflexiver Ebene sich der Pop der Formation um Kevin Drew und Brendan Canning bewegt. Ein postmodernes Pastiche von Sound-, Melodie- und Genre-Versatzstücken aus sämtlichen Epochen und Spielarten des Pop. Und dennoch viel mehr als eine Musik nach Baukastenprinzip. Das ist Musik für Hörer. Musik aber auch für Musiker, die staunend zur Kenntnis nehmen werden, wie super BSS mal wieder sind. Statt Supergroup sollte man Broken Social Scene besser Popgruppenpopgruppe nennen: Das klingt selbstreferenziell-postmodern – und nach großer Könnerschaft.

In drei Worten: Supergroup / Epochenunion / Prog-Indie