×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Brothers From Different Mothers

Five!Fast!!Hits!!!

In Zeiten, in denen jeder Bild-Leser weiß, wer Pete Doherty ist, die Dirty Pretty Things in der Versenkung verschwunden sind und das New Garage Movement Revival
Geschrieben am

In Zeiten, in denen jeder Bild-Leser weiß, wer Pete Doherty ist, die Dirty Pretty Things in der Versenkung verschwunden sind und das New Garage Movement Revival, zumindest in seiner Urform, den direkten Weg Richtung Mottenkiste antritt, sind die Umstände denkbar schlecht für punkige Gitarrenpop-Nummern. Den Five!Fast!!Hits!!! (man achte auf die schwungvolle Rufzeichen-Steigerung im Namen) ist das allerdings so was von egal.

Man schmückt sich mit Slang-Begriffen wie "mugwump", spricht von "The real McCoy" und singt über Abende mit Filmriss auf Leberschaden-Niveau. Wittert da noch jemand das nächste Schweiß-, Blut- und Drogen-Ding? Wahrscheinlich so gut wie keiner mehr. Trotz einiger knackiger Riffs, einem gehörigen Maß an musikalischer Souveränität und stilsicherem Auftreten (die Scheitel sitzen, da gibt es nichts) kommt es nicht zum versprochenen "Ping"-Effekt aus dem Bandinfo. Das Rad hat sich weitergedreht, die amerikanischen Helden der ersten Stunde wie die Strokes oder Kings Of Leon haben den nächsten Schritt getan und wildern in experimentellen musikalischen Gefilden. Und die Engländer? Die bereits Erwähnten haben sich sozusagen selbst gefressen. Wäre schade, wenn Five!Fast!!Hits!!! das gleiche Schicksal ereilen würde, denn rein handwerklich stimmt hier mehr als nur die Frisuren.