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»Asilant«

Ferris MC

Ferris MC will zurück zum Battle-Rap, bleibt aber in der Vergangenheit stecken und traut sich wenig Neues. 
Geschrieben am
Ferris MC ist wieder da! Also, schon wieder »wieder da« nach dem eher untergegangenen Comeback-Album »Glück ohne Scherben«. Während er bei Deichkind als überdrehte Kunstfigur den perfekten Platz für sich gefunden hat, scheint Ferris MC in der Rap-Szene keine richtige Rolle mehr zu spielen. Statt wie beim Vorgänger erneut einen Rap-Gemischtwarenladen zusammenzubasteln, kommt »Asilant« nun zumindest wieder fokussierter daher. Weniger Vergangenheitsbewältigung und Gesellschaftskritik, mehr Battle-Rap. Oder auch »In deine Fresse«-Rap, wie Ferris MC es selbst nennt. Thematisch bewegt er sich in altbekannten und ausgetretenen Gefilden. Ferris betont seine Außenseiterrolle in der deutschen Rap-Szene, findet zehn weitere Beschreibungen für seine Hässlichkeit und lässt immer wieder die Kettensäge durch seine Gegner fahren. Und wenn er doch mal von diesem Muster abweicht, kommt ein Fremdscham provozierender Track wie »Deine Mudda« dabei raus, eine schier endlose Aneinanderreihung von »Deine Mutter«-Sprüchen, die 2010 mit zwei zugekniffenen Augen noch halboriginell gewesen wären. Immerhin das Eko-Fresh-Feature »Welcome 2 The Jungle« kurz vor Schluss stimmt versöhnlich und bewahrt »Asilant« vor der totalen Irrelevanz. 

Ferris MC

Asilant

Release: 17.02.2017

℗ 2017 Ferris MC, under exclusive license to Caroline International, a division of Universal Music GmbH