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Feeder

»Es klingt vielleicht etwas schizophren, aber mir macht es Spaß, den einen Abend vor 400 Leuten in Köln zu spielen und ein paar Tage später vor 12.000 in der Wembley Arena.« Grant Nicholas, Kopf und Frontmann von Feeder, macht aber keinen Hehl daraus, dass er auf dem europäischen Kontinent erfolgr
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»Es klingt vielleicht etwas schizophren, aber mir macht es Spaß, den einen Abend vor 400 Leuten in Köln zu spielen und ein paar Tage später vor 12.000 in der Wembley Arena.« Grant Nicholas, Kopf und Frontmann von Feeder, macht aber keinen Hehl daraus, dass er auf dem europäischen Kontinent erfolgreicher sein will. Und auch in England, wo Feeder regelmäßig Top-Ten-Singles haben, würde er die Band gerne auf ein neues Level bringen – »was immer das auch bedeuten mag«. Bei diesem Vorhaben helfen soll ›Pushing The Senses‹, das neue Album, das zweite nach dem Selbstmord von Schlagzeuger Jon Lee. Dieses Thema werde ihn wohl nie loslassen, sagt Nicholas, aber er wolle nicht ewig in seinen Songs darauf rumreiten – und so geht es textlich wieder etwas unkonkreter zu als noch bei ›Comfort In Sound‹: »Ich mag es, wenn Texte Platz für Interpretationen lassen, und das ist jetzt wieder etwas mehr der Fall.« Was geblieben ist, ist der Plan, aus den stilistischen Vorgaben des Indie-Genres auszubrechen: »Songwriting wird für mich immer wichtiger. Und ich habe gelernt, dass man auch ohne laute Gitarren etwas vermitteln kann.« Aber nicht nur hier legt der gelernte Toningenieur sich ins Zeug, er hat das Album mit Gil Norton auch koproduziert. Dass Nicholas somit beinahe alle Fäden in der Band in der Hand hält, scheint seine Kollegen nicht zu stören. »Oft nehme ich bei den Demos schon Bass- und Schlagzeugspuren auf, die wir dann im Studio neu einspielen. Taka [Hirose, Bassist] und Mark [Richards, Schlagzeuger] kommen mit dieser Arbeitsweise gut klar. Wer weiß, vielleicht wird sich das mal ändern, aber zurzeit funktionieren Feeder auf diese Weise sehr gut.« Und weil das Produzieren dem 36-Jährigen so zusagt, schließt Nicholas auch nicht aus, dass er sich auch mal anderer Bands annehmen wird. Erst mal aber bleibe es sein Ziel, Feeder weiterzuentwickeln – und hat dafür die Ziele bekanntermaßen klar vor Augen.