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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»By The Deep Sea«

Federico Albanese

Der elegische Sound Federico Albaneses lebt von seiner Suggestion: Auch von dem dritten Album des Pianisten werden wieder Seelen geöffnet.
Geschrieben am
682 Schritte geht man vom Haus von Federico Albaneses Mutter hinab, bis man einen kleinen Felsen am Meeresufer erreicht. Dort bietet sich ein Ausblick, der den Pianisten bis heute tief inspiriert. Der ihn im übertragenen Sinne immer wieder zum tiefen, ungreifbaren Meer führt, das in ihm und uns selbst wohnt. Die Suggestion bleibt Albaneses Stärke, auch auf seinem zweiten Album beim Contemporary-Label Neue Meister und seinem dritten insgesamt.

Stilistisch breitet er die Flügel dieses Mal deutlich weiter aus und öffnet sich noch mehr der Elektronik. Auch Streicher nehmen einen größeren Platz ein, um seine Träumereien zu illustrieren. Das klingt in den stillen Momenten nach Ólafur Arnalds, in den ausladenden gar nach Hans Zimmers »Interstellar«-Soundtrack und ist gewohnt wunderschön und feinfühlig inszeniert. Es gelingt Albanese abermals, die Aussage seiner Musik als für ihn und die Hörer individuell deutbar zu präsentieren: Die tiefe See steht sinnbildlich für die Wünsche und Träume eines jeden, Ängste und Sorgen und Momente inniger Liebe. Kaum jemand bebildert diese Gefühle ergreifender als Federico Albanese.

Federico Albanese

By the Deep Sea

Release: 23.02.2018

℗ 2018 Neue Meister/Edel Germany GmbH