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»Brute«

Fatima Al Qadiri

Nach ihrem exzellenten Debütalbum kehrt Fatima Al Qadiri zu den düsteren Klängen ihrer zweiten EP zurück. Und wagt einen kleinen Aufbruch in ungewohnte Emotionen.
Geschrieben am
»Diese Versammlung wird hiermit aufgelöst ...«: Das Intro zu »Brute« startet mit einer Polizeiansage; das Album endet in Sirenen, Schüssen und Schreien. Dies sind die thematischen und klanglichen Vorlagen für vieles von dem, was auf der zweiten LP der aus Kuwait stammenden und in New York lebenden Fatima Al Qadiri folgt: Claps wie Schüsse, Synthies wie Sirenen und Bässe wie Einschläge, dazu Interview-Einspieler und Klagechöre. Vieles aus ihrem düsteren Klangspektrum hatte sie schon auf ihrer »Desert Strike«-EP über die mediale Repräsentation des zweiten Golfkriegs benutzt. Doch es lohnt sich intellektuell wie musikalisch wieder einmal, an Al Qadiri dranzubleiben, denn sie steht mit ihrer Biografie wie mit ihrer Musik für Globalisierung, für Kulturtransfer und allerlei Spannungen in der Welt, im Guten wie im Schlechten. Gesellschaftlich ist das hier also wichtig. Und auch ästhetisch bringt sie in den letzten drei Songs ungewohnt emotionale Harmonien ein und begründet damit die musikalische Relevanz des Albums.

Fatima Al Qadiri

Brute

Release: 04.03.2016

℗ 2016 Copyright Control

Fatima Al Qadiri »Brute« (Hyperdub / Cargo)