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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Bays«

Fat Freddy’s Drop

Das neuseeländische Reggae-Kollektiv hat seine ganz spezielle Sportart perfektioniert. Und spielt so mit »Bays« auch endgültig in einer eigenen Liga.
Geschrieben am
Konventionelle Zutaten, ja, aber in dieser Zusammensetzung sensationell funktionierend: Das vierte Studioalbum der Männer aus windy Wellington definiert deren Spezial-Soul nur noch in den Feinheiten etwas aus. Der Trademark-Sound mit den zu gleichen Teilen zugesetzten Reggae-, Jazz- und Techno-Partikeln und den charakteristischen Bläsersätzen sowie der einzigartig sanften und merkwürdig zurückhaltenden Stimme von Joe Dukie aber bleibt nach wie vor unverkennbar. Gereift ist allerdings das Songwriting, die Stücke wirken noch kompakter, auskomponierter und durcharrangierter, ohne jedoch den Raum für Freak-outs komplett dichtzumachen.  

»Bays« ist dem Vernehmen nach diesmal auch in gemeinsamer Kompositionsarbeit im Studio entstanden (nicht wie die bisherigen Alben, deren Songs sich überwiegend aus Jams auf Bühnen rund um den Globus entwickelten). Nach wie vor bleibt zu konstatieren, dass diese Musik lauter scheinbare Gegensätze in sich vereint: dass sie Kopf, Bauch und Beine gleichermaßen triggert und hochsensibel, tiefenentspannt und lustbetont zugleich ist. (Wer sonst kann so überzeugend Songs über Essen machen?) Und dass es ihr definitiv gelingt, gleichzeitig mitreißend und arschcool zu sein. Wenn es jemand schafft, die Welt mit einem Sound zu retten, dann sind das Fat Freddy’s Drop!
- Fat Freddy’s Drop »Bays« (The Drop / Indigo / VÖ 23.10.15)