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Endlich Urlaub

Farin Urlaub

Dass die besten Songs der Ärzte von Farin Urlaub geschrieben werden, ist wohl keins der bestgehütetsten Geheimnisse unserer Zeit. Satte, meist harte und schnelle Punkriffs, eingängige Hooks und ein böser, trotz gelegentlicher infantiler Entgleisungen intelligenter Humor – so werden seit nunmeh
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Dass die besten Songs der Ärzte von Farin Urlaub geschrieben werden, ist wohl keins der bestgehütetsten Geheimnisse unserer Zeit. Satte, meist harte und schnelle Punkriffs, eingängige Hooks und ein böser, trotz gelegentlicher infantiler Entgleisungen intelligenter Humor – so werden seit nunmehr fast 20 Jahren Deutschrock-Klassiker wie “Ein Song Namens Schunder”, “Anneliese Schmidt”, “Elke” oder “Zu Spät” geschmiedet. Schön, dass der Ausnahme-Entertainer nun, statt wie üblich in den Pausen zwischen seinen Band-Aktivitäten in Urlaub zu fahren, endlich sein lang angekündigtes Soloalbum fertiggestellt hat. Seiner Experimentierfreude, die sich bereits auf den letzten Ärzte-Alben immer deutlicher zeigte, konnte er nun ohne Dreier-Konsens-Vorgabe völlig freien Lauf lassen. Neben lockeren, gutgelaunten Partysongs wie “Jeden Tag Sonntag” und “Am Strand” reicht das Spektrum von trockenem Singer/Songwriter-Stuff über das Ska-lastige, Italo-Western-inspirierte “... Und Die Gitarre War Noch Warm” bis hin zu einer charmanten, liebevollen Smiths-Parodie namens “Sumisu”, bei der als Verneigung vor der britischen Indie-Legende das Riff aus “What Difference Does It Make” adaptiert wurde. Immer wieder zwinkert uns Urlaub ironisch zu und nimmt sich beim In- und beim Outro sogar selbst ein wenig auf die Schippe. Sollte dieses Album erfolgreich sein, prophezeite Farin unlängst, würde sich wohl auch Bela zu einem Solo-Debüt motiviert fühlen. Der plant, seine gesammelten Duette (mit Frauen und Wiglaf Droste) zu einem Ding zu schnüren. Jetzt geht’s aber los.