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Iag Bari

Fanfare Ciocarlia

Ein neues Kapitel im Buch “The Difficult Third Record” wird aufgeschlagen: In meinem CD-Player liegt der dritte Longplayer der berüchtigten rumänischen Hochgeschwindigkeitsblaskapelle Fanfare Ciocarlia. Die Musik entspricht wie schon auf den Vorgängern in etwa der Drehzahl des Tonträgers
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Ein neues Kapitel im Buch “The Difficult Third Record” wird aufgeschlagen: In meinem CD-Player liegt der dritte Longplayer der berüchtigten rumänischen Hochgeschwindigkeitsblaskapelle Fanfare Ciocarlia. Die Musik entspricht wie schon auf den Vorgängern in etwa der Drehzahl des Tonträgers: rasende Stakkato-Bläser-Attacken mit bis zu 200 BPM, Musik, die gute Laune macht und in die Beine geht. Also nur eine Neuausgabe der zwei vorherigen Tonträger? Mitnichten. Dass viele bei CD No. 3 ein Konzept als “gut, aber bekannt” abhaken werden, hat die Fanfare erkannt und darauf reagiert, indem sie sich Inspiration von außen holte: auf drei Tracks singt Dan Armeanca, König des orientalischen Manea-Stils, auf zwei Titeln gastiert Costel Vasilescu, einer der herausragendsten Trompeter Rumäniens. Wohl deshalb klingt “Iag Bari” auf eigentümliche Weise offener, jazziger als die Vorgänger. Von den 19 Stücken bieten vor allem die sieben mit Gesang Neues. Höhepunkt: “Lume, Lume” – schon auf der letzten CD voröffentlicht, hier aber im Duett mit den Bulgarian Voices Angelite dargeboten - klingt einfach groß und gebietet Ehrfurcht.