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2007

False

"Jamie Lidell, aber sehr gerade gebügelt", "Cocktail-Lounge", "zu kühl", "Musik für Tiefseetaucher" - da hat Matthew Dear mit seinem Song-Album "Asa Breed" von den PVG-Juroren neulich ja schon ein bisschen Kloppe bezogen. Mit "2007" unter dem Alter Ego False wird ihm das wohl kaum passieren. Kein Cr
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"Jamie Lidell, aber sehr gerade gebügelt", "Cocktail-Lounge", "zu kühl", "Musik für Tiefseetaucher" - da hat Matthew Dear mit seinem Song-Album "Asa Breed" von den PVG-Juroren neulich ja schon ein bisschen Kloppe bezogen. Mit "2007" unter dem Alter Ego False wird ihm das wohl kaum passieren. Kein Crossover, sondern wieder eine Genreplatte - eine hervorragende, wie man das von dem Detroiter seit Jahren gewohnt ist. Zurückgenommene Bassdrum, gefilterte Snares, trotzdem technoid: ganz der Stil von M_nus, Richie Hawtins Label, wo "2007" erschienen ist.

Der Charakter des jeweiligen Produzenten zeigt sich dort meist im Detail: Matthew Dears Akzent ist vor allem die unaufdringliche Art, Ebenen von Perkussion und Melodie anzulegen, anzuschieben und in unwiderstehliche Schwingung zu versetzen. Man hört der Platte einfach an, welchen Einfluss die vor seinem Pult tanzenden Menschen auf Matthew Dears Musik haben, wie er Bewegung auffängt und zurückgibt. Das liest sich vielleicht banal, oder à la Jon Landau, aber wer für den Organismus Dancefloor solche Antennen entwickelt hat, wird mit Recht als größte Hoffnung der elektronischen Tanzmusik aus Amerika bezeichnet.