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Tipps aus der Redaktion – Fokus auf Finnland

Eurosonic Noorderslag 2013

Weihnachten täuscht: Lang ist es bis zum Eurosonic in Groningen nun sicher nicht mehr hin. Intro hat bei den Bands genauer hingehört, die aus dem in diesem Jahr fokussierten Land kommen – den Finnen!
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Am heiligen Abend wird unter vielen Weihnachtsbäumen Europas besondere Freude aufkommen. Denn es werden deutlich mehr Karten für das Eurosonic Noorderslag als in den Vorjahren verschenkt – das Festival ist mittlerweile ausverkauft! Die Gründe dafür sind zahlreich. Es gibt, abgesehen von dem Reeperbahn-Festival, kein europäisches Newcomer-Clubfestival, das derart gut funktioniert und derart viele Einblicke in die Musikszene 2013 offenbart. Es macht einfach großen Spaß, im winterlichen Groningen durch die Gassen zu flanieren, sich von Auftrittsort zu Auftrittsort treiben zu lassen und überall höchst unterschiedliche Acts von meist guter Qualität zu sehen, die man bislang nicht oder kaum kannte. Das Eurosonic bestätigt Jahr für Jahr diejenigen, die Kritikern der Substanz zeitgenössischer Popmusik entgegenhalten, dass man viel Lohnenswertes findet, wenn man nur gut genug sucht.
 
Für die nächste Ausgabe vom 9. bis 12. Januar 2013 kann man jetzt schon fleißig vorarbeiten: Nahezu alle Bands sind bekanntgegeben und stehen mit Hörproben auf der Webseite des Eurosonic bereit. Außerdem haben die Organisatoren dieses Jahr eine umfangreiche Spotify-Playlist zusammengestellt, die die im Übrigen dringend erforderliche Vorauswahl erleichtert.

Wie jedes Jahr hat das Eurosonic auch für 2013 ein besonders unterstütztes Gastland auserkoren: Finnland schickt besonders viele junge Acts ins Rennen um die Aufmerksamkeit der Festivalbesucher und der vielen Mitarbeiter von Festivals, Labels und Booking-Agenturen. Intro hat die finnischen Acts vorgehört und stellt seine Tipps vor:
 
Death Hawks
: Dieses Quartett setzt die Psych-Rock-Tradition Finnlands fort. Ähnlich wie etwa die Wolf People vor zwei Jahren spielen die Death Hawks ihren Stil traditionsbewusst und detailverliebt, dabei aber verspielt und undogmatisch. Ihr Debütalbum »Death & Decay« ist hierzulande bislang nur als Import erhältlich.

Disco Ensemble
: Die Band aus Ulvila ist der hierzulande wohl bekannteste unter den diesjährigen finnischen Acts. Mit »Warriors« veröffentlichten sie 2012 schon Album Nummer 5 und bekamen viel Aufmerksamkeit von Presse und Fans. Kein Wunder, schließlich ist ihr von Bands wie Billy Talent oder My Chemical Romance geprägter Post-Hardcore-Sound deutlich auf ein Massenpublikum ausgerichtet.

Eva & Manu
: Dieses gemischte und nur zur Hälfte finnische Duo ist ein mehr oder weniger klassischer Folk-Act – allerdings unter modernen Produktionsbedingungen. Ihre Songs klingen sauber, lieblich und hell, fransen aber manchmal auch in Richtung Rock oder Elektronik aus.

French Films
: Schon 2012 waren die French Films beim Eurosonic dabei, ihr Indie-P!O!P! ist aber so gut, dass sie dieses Jahr noch einmal die Bühne haben dürfen. Ein Stil wie bei Wild Nothing oder The Drums gepaart mit überzeugendem, melodiösen Songwriting – damit könnten die French Films 2013 durchaus auch in Resteuropa für Aufmerksamkeit sorgen.

LCMDF
: Ihren vollen Namen » Le Corps Mince de Françoise« haben die Finninnen nun wohl hinter sich gelassen – kein Wunder, schließlich war der in erster Linie umständlich und verwirrend. Ganz anders als der lustvolle Electro-Pop, mit dem die Band Europa schon mehrmals erfolgreich betourte.

Rubik
: Auch Rubik haben hierzulande schon ein Album veröffentlicht – »Solar« erschien 2011. Das Album bestach durch eine sehr folkig anmutende Form von Indie-Electro, die stimmungsvoll und lieblich klang und noch deutlich mehr erwarten lässt.

Satellite Stories
: Die wohl vielversprechenste finnische Band sind die Satellite Stories mit einem Sound von einer Klasse, die sich nicht nur zwischen Wombats und Two Door Cinema Club einfügt, sondern sogar darin herausstechen könnte. Ihr Songs sind furios und temporeich und passen perfekt in jede Indie-Party.