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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

There\'s only now

Eskobar

Til We’re Dead, There’s Only Now” - schön, wenn zwei aufeinanderfolgende Albumtitel solch einen bedeutungsschwangeren Satz bilden. Eskobar, die sich weder rar noch aus dem Staub gemacht haben, sind auf jeden Fall sehr groß geworden in der letzten Zeit. Groß, weil gehypt, gepusht, g
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Til We’re Dead, There’s Only Now” - schön, wenn zwei aufeinanderfolgende Albumtitel solch einen bedeutungsschwangeren Satz bilden. Eskobar, die sich weder rar noch aus dem Staub gemacht haben, sind auf jeden Fall sehr groß geworden in der letzten Zeit. Groß, weil gehypt, gepusht, geliebt, und groß, weil imposanter, erwachsener, selbstsicherer. Waren es auf dem Debüt noch die akustischen Songwriterstückchen à la “On A Train” oder “She’s Not Here”, die den Charme der drei Schweden ausmachten, sind es jetzt (im wahrsten Sinne des Wortes) elf GROSSartig arrangierte Meisterwerke, die sich auf “There’s Only Now” wie selbstverständlich aneinanderreihen. Schon der Opener “Move On” ist mit seinen betörenden Gitarren und dem euphorischen Chorus einfach mal eben so ein Musterbeispiel von Hymne, ohne auch nur die Spur überladen zu wirken. Noch völlig außer Atem von so viel Leben in knapp vier Minuten ist man dem darauffolgenden “Why London?” hilflos ausgeliefert. Todtraurig und sphärisch, da ist sie wieder: die zwar altbekannte, jedoch völlig neu ausgearbeitete melancholische Seite von Eskobar. “On The Ground” und die Single “Into Space” sind weitere hieb- und stichfeste Beweise für das Feingefühl der Jungs, epische Popsongs so natürlich und unaufdringlich wie möglich klingen zu lassen. Ich könnte jetzt bis zum Ende so weitermachen: jedes Lied ein Knaller, weinen, schreien, rumspringen und gleich jetzt ein neues Leben anfangen ... Was macht diese Band mit mir? “You gonna find someone new, I really hope you do, cause I love you.” Wenn Frontmann Daniel zusammen mit Heather Nova den Chorus von “Someone New” anstimmt, gibt es gegen Ende dieses fantastischen, zeitlos schönen zweiten Albums nur noch den Freitod durch Gänsehaut.