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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Introduction To Escape-ism«

Escape-ism

Jonathan Richman, LCD Soundsystem, Suicide. Ian Svenonius will sein Album in den Kommentarspalten besprochen haben. Es hat Substanz, will aber nicht gefallen. 
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Für Ian Svenonius sind Alben Gebrauchsgegenstände, Kommentare zur Lage der Dinge. Sie sind Zeitschriften, in denen man blättert, die man liest und zur Seite legt. Manchmal schaut man noch einmal hinein. Keine Aufnahme muss für immer sein, keine Aufnahme muss ein Klassiker sein, und niemand sollte sich anmaßen, Musik von Bestand zu produzieren. Nur dann, meint der Escape-ism-Frontmann mit bewegter Vergangenheit, könne man Spuren hinterlassen. 

Spuren hat Svenonius hinterlassen. Als Mitglied in Bands wie Nation Of Ulysses, The Make-Up und Weird War, als Solokünstler, als Autor, als Vordenker und Showman. Jetzt wieder Musik. Kalte Musik. Drum-Box, Gitarre, Kassettenspieler und eine sündhafte Stimme, wie der Begleittext verrät. Dazu ein Hang zur Revolte, Aufruhr zu Aufruhr. Und ein von James Brown geklauter Bandname. Jeder Mensch sucht den Eskapismus. Bei Svenonius findet man ihn, hört hin, blättert, legt ihn auf die Seite. Das langt. »When we wanted to walk, they took away the street where we liked to walk«, berichtet er in »They Took The Waves«. Es ist eine böse Welt. Mehr aber auch nicht. 

Escape-ism

Introduction to Escape-ism

Release: 10.11.2017

℗ 2017 Merge Records