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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Closing Time«

Erland And The Carnival

Orkney, ein Archipel aus 70 kleinen Inseln, ist die Heimat Erland Coopers. Wer aus dieser schottischen Gegend kommt, muss offenbar eine Affinität zu ungewöhnlichen Klängen haben.
Geschrieben am
Diese Leidenschaft teilt er mit Simon Tong, mit dem er die Band Erland And The Carnival gründete. Experimentierfreude bewies Tong schon zur Genüge bei Projekten wie Gorillaz oder The Good, The Bad & The Queen zusammen mit Damon Albarn. Die enthusiastische, psychedelische Musik der beiden wärmt den Zuhörer wie eine gute Tasse englischer Tee, getrunken in einem etwas heruntergekommenen Café in einem Seebad, während draußen der Regen sanft vor sich hin tropft. So, wie auch die Streicherarrangements harmonisch ineinanderfließen.

Am Nachbartisch sitzen unterdessen schnatternd drei ältere Damen mit typisch skurrilem britischen Hutwerk, wie auf dem Cover des Albums dargestellt. Das Ganze erinnert optisch wie musikalisch an einen anderen Musiker von einer schottischen Insel, nämlich den chronisch unterschätzten Colin MacIntyre alias Mull Historical Society: Auch hier finden sich treibende Folk-Songs mit melancholischem Hintergrund, Hymnen für einsame Inselbewohner und Hoffnungsschimmer für trübe Tage.

In drei Worten: Schottland / Hymne / Streicher
- Erland And The Carnival »Closing Time« (Full Time Hobby / Rough Trade / VÖ 29.08.14)