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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

My Rocky Mountain

Erik Sumo

Ambrus Tövisházi ist Ungar. Kein gewöhnlicher, sondern ein Budapester Produzent, DJ und Multiinstrumentalist, dessen Rocky Mountains anscheinend im Wilden Osten liegen. Als Erik Sumo lässt er auf seinem Debütalbum moderne und klassische Einflüsse verschmelzen, Osten und Westen musikalisch ungebremst
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Ambrus Tövisházi ist Ungar. Kein gewöhnlicher, sondern ein Budapester Produzent, DJ und Multiinstrumentalist, dessen Rocky Mountains anscheinend im Wilden Osten liegen. Als Erik Sumo lässt er auf seinem Debütalbum moderne und klassische Einflüsse verschmelzen, Osten und Westen musikalisch ungebremst aufeinander prallen. Und ähnlich schräg wie diese Vorstellung klingen auch die elf Eigenkompositionen plus Gershwins „Summertime“: ein Gebräu aus Future-Polka, Dub-Elementen und Club-Beats, vertont von einer sechsköpfigen Combo, die Tövisházi größtenteils aus dem Bestand eines anderen Projekts, Amorf Ördögök, rekrutierte. „This Is Where It Began“ erzählt mit Trompeten und Cowboy-Feeling, wo die Reise des Klangforschers seinen Anfang nahm. Ennio Morricone blickt dabei um die Ecke und lacht sich ins Fäustchen angesichts all der verqueren Spielfreude. Während der muttersprachliche Song „Csillag Vagy Fecske“ und „Map Of The World“ mit schleppenden Portishead-Beats locken, ziehen „The Real Moustache“ und „Left My Heart In The Saloon“ betörend und schon heftiger auf die Tanzfläche. Die Gesangsparts teilen sich Erzsi Kiss und Juli Fábián, deren Stimmen mit sehr unterschiedlichem Timbre (klar versus rauchig, elegant versus verwegen) die ohnehin angenehme Vielfalt noch toppen. Eine mutige Veröffentlichung des Stuttgarter Labels Pulver Records, das bislang vor allem durch die Dublex-Inc.-Releases Aufmerksamkeit erregte. Aber jetzt steht ja dieser Ungar auf der Matte ...