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Enthusiasm

Pascal Fuhlbrügge

Tanzbare Ablehnung der Verhältnisse und die konzentrierte Hinwendung zum Guten.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Tanzbare Ablehnung der Verhältnisse und die konzentrierte Hinwendung zum Guten.

Pascal Fuhlbrügge hat schon viel für mich getan, fiel mir auf, als ich seine „CD1“ in iTunes speiste. Dort lautet die Titelangabe automatisch „Disc1“ und korrespondiert sehr schön mit den auf Funktionalität anspielenden Tracktiteln wie „Neuer Ordner“. Fuhlbrügges Solodebüt erschien mir als mit interessantem Werkzeug geführter Streifzug durch den persönlichen Kosmos voller Bekannter und äußerer Einflüsse. Faszinierend, dass ebenso viele Elemente nebeneinander stehen können, wie sie sich auch in den Songs als vertikale Ebenen entfalten und in Loops drehen.

Das Noack-Stück „Inner System Blues“ ist so etwas wie der Soundtrack meines Alltags geworden – dankbar bin ich für die Rettung des tief melancholischen Jackson-Brown-Songs „These Days“ aus Nicos Reich. Nun schmiegt sich in meinem iTunes der Opener des neuen Albums „Enthusiasm“ ans Ende der „CD1“. Nahtlos. „I run in circles / Every day“, heißt es im Stück „H20“ (Gesang: Thomas Mahmoud). Da sind sie wieder, die Elemente. Aber „Enthusiasm“ wirkt in sich geschlossener als „CD1“, als habe sich ein sehr selbstbewusster Pascal Fuhlbrügge aus der Vermittlung zwischen dem ergeben, was ihn offensichtlich seit jeher umgibt und antreibt: tanzbare Ablehnung der Verhältnisse und die konzentrierte Hinwendung zum Guten. Mehr davon.

In drei Worten: Korrespondenz / Loops / Nahtlos