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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Leipziger (Popup - Tag 3

Endlich, Messe, Endlich

Der Morgen danach bitter. Denn plötzlich wurde ernst gemacht mit Popkomm.-Ersatz. Allerdings: Wohin man in der überschaubaren Halle schaute, nur nette Leute - und das in extrem unaufgeregtem Ambiente. Wo man auf der Popkomm. schön den Kater motzig am Stand zur Schau stellen konnte, weil eh nichts In
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Der Morgen danach bitter. Denn plötzlich wurde ernst gemacht mit Popkomm.-Ersatz. Allerdings: Wohin man in der überschaubaren Halle schaute, nur nette Leute - und das in extrem unaufgeregtem Ambiente. Wo man auf der Popkomm. schön den Kater motzig am Stand zur Schau stellen konnte, weil eh nichts Interessantes ging, wollte man hier nur von einem zum anderen ziehen und "hallo" brüllen.

Das wurde auch gemacht und der Konsens aller gehörten Worte: "Super hier" - was sicherlich am unprätentiösen Touch lag: Jedem Teilnehmer gebührte nur ein Biertisch. Das war genauso sozialistisch wie sinnvoll wie angenehm. Jede Überbieterei in Form von Form war damit von vorneherein obsolet. Kleinere, mittlere Labels (von Tumbleweed über Tapete, Noisedeluxe, 2nd bis hin zu WSFA u.v.a.), Projekte, Booking-Agenturen, halt Indie-Player jeder Facon trafen sich unter angenehmen Voraussetzungen.

Viele tranken bereits tagsüber Bier und waren auch sonst guter Dinge. Dazu lief die Samstags-Fußballreportage über die Lautsprecher und alle Nase lang spielten Bands wie Saalschutz, Gaffa, Timid Tiger oder letztlich gar Superpunk auf dem Gelände. Und auch das Musik-Programm der letzten Nacht überzeugte. Wir goutierten erst Lawrence und Move D im Ut Connewitz und später Mikael Stavöstrand und Jay Haze in der Destillery. Tja, und da es nach 48 Stunden ohne Schlaf wirklich keinen Sinn mehr machte, wurde das Hotel einmal mehr nur zum Kaffee trinken aufgesucht. Der Bus wollte rollen. Zurück nach Köln. Denn schlafen können wir ja immer noch dort. Leipzig war dazu zu wild.