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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Wir waren nie hier«

Emma6

Für den Aufstieg in den Playlist-Gitarrenpop-Olymp ist »Wir waren nie hier« schon mal nicht schlecht. Jenseits der Oberflächlichkeiten ist dieses Album aber sogar noch deutlich besser.
Geschrieben am
Deutschpop, wo willst du hin? Trotz der dominanteren Präsenz der Muttersprache in dem, was ehemals relevante Single-Charts waren, ist die Verwendung von deutschen Texten immer noch keine bloße Fingerübung. Emma6 mit der Wahlheimat Köln haben seit 2005 genug Erfahrung in Songwriting und Texten gesammelt, zwei Alben bei großen Plattenfirmen und die Unterstützung von Mark Tavassol (Wir Sind Helden) eingesammelt, um nun offiziell den Reset-Knopf drücken zu können und selbst zu entscheiden. Popmusik ist zwar nach wie vor der gemeinsame Nenner, aber die Texte von Peter Trevisan treffen nun mit unaufgeregten Arrangements zielgenau ins Schwarze. »Da sind Lichtungen im Wald, zwischen Bäumen die aus Stein sind« (»Lichtungen«) spricht gleichermaßen aus der Coming-of-age-Seele, wie es deutschsprachige Poesie melodiös auf den neuesten Stand bringt. Und vor dem sonst recht konformen, fetten Trio-Musikkorsett mit einigen Gästen (Trompete, Bratsche) bildet die treibende Gegenwarts-Abrechnung »Lemminge« dann schon fast einen stilistischen Ausreißer aus dem schmackhaften Pop-Universum. Wer die Cleverness von Emma6 auskosten möchte, sollte sich beharrlich in dieses Album hineinfädeln.

Emma6

Wir waren nie hier

Release: 03.03.2017

℗ 2016 ferryhouse productions