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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»They Moved In Shadow All Together«

Emily Jane White

Und wieder enttäuscht sie nicht: Spätestens nach diesem Dream-Pop-Album hat sich Emily Jane White den Beinamen »Konstanz« verdient.
Geschrieben am
Vier starke Alben hat die Songwriterin aus Kalifornien bereits veröffentlicht und ist dabei trotz aller Konstanz nie auf der Stelle getreten. Langsam entledigte sie sich im Laufe der Jahre ihrer Blues-Ansätze und tauschte immer häufiger die Gitarre gegen ein Piano. Im Stadium von »They Moved In Shadow All Together« ist das Zwischenergebnis dieser sanften Metamorphose ein perfekt inszenierter Dream-Pop mit Cello-Begleitung, den man auch Daughter zuordnen könnte. Nur stellenweise vermisst man die Spannung und Abwechslung ihrer früheren Werke, die nun einem homogeneren Sound gewichen sind. Die Texte kreisen um Traumata und deren Auswirkungen auf die menschliche Psyche und das kollektive Bewusstsein. In der Theorie klingt das zunächst nach schwerer Kost, im Gewand der geisterhaft fragilen Songs, in denen sie über persönliche Erfahrungen und das Heranwachsen (»Rupturing«) oder Rassismus (»Black Dove«) singt, wird das Konzept jedoch voller Leichtigkeit präsentiert. Auf Emily Jane »Konstanz« White ist einfach immer wieder Verlass.

Emily Jane White

They Moved in Shadow All Together

Release: 29.04.2016

℗ 2016 Talitres

Emily Jane White »They Moved In Shadow All Together« (Talitres / Rough Trade / VÖ 29.04.16)