×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

»Exile In The Outer Ring«

EMA

Dezidiert melodisch, verblüffend unaufgeregt und dabei unmissverständlich Position beziehend, inszeniert Erika M. Anderson das Zerwürfnis einer gescheiterten Kulturnation.
Geschrieben am
»Exile In The Outer Ring« ist bestimmt kein Hilferuf, nein. Es ist vor allem die wütende Anklage an einen vermeintlich liberalen Kapitalismus, der die sich auflösenden Grenzen zwischen Kreativem und Prekärem zu einer einzigen semipermeablen Membran transformiert, die ausschließlich in das Prekäre übertreten lässt. Der Moment der Haltung entsteht im Augenblick der subversiven Erkenntnis, in dem Erika M. Anderson schöpferische Obstruktion proklamiert.

Bei allem programmatischen Anspruch oder der Konstruktion dessen kollabieren ihre Noise-Arrangements regelmäßig zu einer schwer zu definierenden Eigenart, die klingt, als würde sich Marilyn Manson an einem Einstürzende-Neubauten-Cover für den Soundtrack einer unterfinanzierten Marvel-Verfilmung versuchen. Vor allem leben die elf Tracks auf »Exile In The Outer Ring« jedoch von den eingängigen Vocals Andersons, die trotz ihres komprimiert arrangierten Pathos’ wie das Menschliche durch eine entmenschlichte Apokalypse wehen.

EMA

Exile in the Outer Ring

Release: 25.08.2017

℗ 2017 City Slang

Folgt uns auf

  • Playlists
    mehr
  • Abos
    mehr
  • folgen
    mehr