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Yippie Yippie Yeah, again

Electronic Beats Festival 2006

26.05.2006, Köln, E-Werk. ...und wieder war es soweit: Das Electronic Beats Festival öffnete seine Türen, und herein durfte, wer ein Ticket sein Eigen nennen konnte. Dass das nicht auf alle der Angereisten zutraf, da schon im Vorfeld restlos ausverkauft, ist bei dem diesjährigen Line-Up auch nicht v
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26.05.2006, Köln, E-Werk. ...und wieder war es soweit: Das Electronic Beats Festival öffnete seine Türen, und herein durfte, wer ein Ticket sein Eigen nennen konnte. Dass das nicht auf alle der Angereisten zutraf, da schon im Vorfeld restlos ausverkauft, ist bei dem diesjährigen Line-Up auch nicht verwunderlich.

Den Auftakt bestritten die Wahl-Hamburger Deichkind, deren treibende Elektro-Beats die Besucher nicht lange still stehen ließen. Das zu ihrem Programm gehörende „Yippie Yippie Yeah“ –Fahnenschwenken sowie ein fliegendes Sofa wurden vom Publikum hellauf begeistert aufgenommen. Fast schon ein wenig schade, sie schon zu Anfang des Abends verjubelt zu haben. Weiter ging es mit Zoot Woman. Sicherlich spielten sie ein schönes Set, und auch ihr Top-Hit "It's Automatic" fehlte nicht, jedoch wirkte es verglichen mit zu dem schon Gesehenen und dem noch Erwarteten etwas farblos. Im Gegensatz dazu Superdiscount aus Frankreich: Mit ihrem Mix aus Techhouse und Acid brachten sie die Stimmung in kürzester Zeit zum Kochen, sodass niemand seine Füße still halten konnte. Das sehr energiegeladene Set um Mastermind Etienne de Crecy durfte den einen oder anderen Besucher sicherlich einige Schweißperlen gekostet haben.

Etwas ruhiger, aber nicht minder gut, ließ es das Nightmares on Wax-Soundsystem angehen. Zwar bremste der gemäßigtere Sound die Besucher etwas, musikalisch boten sie aber wieder ein Set der Meisterklasse, und auch Stücke des kürzlich veröffentlichten Albums „In A Space Outta Sound“ wurden wunderbar eingebettet. Zum Durchatmen verblieb wenig Zeit, denn nun stand Boy George auf der Bühne. Gewiss wurde im Vorfeld sein Name von manchen Skeptikern eher verwundert im Zusammenhang mit der Veranstaltung genannt, doch auch diese wurden schnell eines Besseren belehrt. Der ehemalige Culture Club – Frontman brachte mit seinem DJ-Set aus der poppigen House-Ecke die Menge sofort wieder zum Tanzen. Und auch ihm war der Spaß deutlich anzusehen, und der Funke sprang schnell über. Abgerundet wurde der Abend durch DJ Hell. Gewohnt souverän bestritt er seine Position als Headliner des Abends, und die Menge dankte es ihm sichtlich. Doch auch Mr.Gigolo muss mal aufhören, und so ist am Ende nur eines zu sagen: Ein durchaus gelungener Abend.