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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Rebound«

Eleanor Friedberger

Ein Aufenthalt in Griechenland hat die Songwriterin Eleanor Friedberger zu einem retrolastigen Album voller Harmonien inspiriert.

Geschrieben am

Die Fiery Furnaces und der Offbeat-Irrsinn ihrer Musik sind seit sieben Jahren Geschichte. Eine von den Friedberger-Geschwistern Matthew und Eleanor musikalisch bunt fabulierte und faszinierende dazu – aber eben doch Geschichte. Für ihr viertes Soloalbum ist Eleanor Friedberger zu ihren familiären Wurzeln nach Griechenland gereist und hat neben dem Frust über die Trump-Idiokratie auch ihre Band in Amerika gelassen. So ist »Rebound« trotz ihrer Pläne, die Wut über die politische Lage in aggressiven Songs zu bündeln, keine laute Punk-Platte geworden. Der Rohentwurf des Albums entstand sogar an einem popeligen Keyboard.

Griechenland hört man auf »Rebound« zwar nur mit viel Fantasie heraus, Friedbergers Rückzug resultiert stattdessen in mehr Retro-Appeal und flächigen Klängen. Zugleich sind die zehn Stücke, die leichte Erinnerungen an Fleetwood Mac oder die Bee Gees wecken, noch stärker denn je von ihrem Songwriting abhängig. Die Musikerin schafft es jedoch ohne die Stützräder der früheren Klangabenteuer oder ihre Stamm-Band, mit »Make Me A Song«, »Everything« und »In Between Stars« einen Song-Dreier zu landen, nach dem sich selbst Pop-Apostel die Finger lecken würden. Auch jenseits davon ist »Rebound« die konsequente Fortführung ihrer bisherigen Soloalben, auf den sie vor allem gelernt hat, dezent zu sein: dezent harmonisch, dezent groovend und dezent großartig.

Eleanor Friedberger

Rebound

Release: 04.05.2018

℗ 2018 Frenchkiss Records