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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Ein Stück Niederrhein in Berlins Mitte

Torstraßen-Festival im September

Wer die großen Open Airs mit den großen Headlinern nicht sexy findet und sich eher auf Neuentdeckungen freut, ist Anfang September in Berlin bestens aufgehoben. Das Torstraßen-Festival in Mitte befriedigt die Lust auf neue Musik und bringt etablierte Künstler und Newcomer abseits vom Mainstream in Clubs, Bars und Cafés rund um die Torstraße.
Geschrieben am
Touchy Mob, Masha Qrella, Tiny Ruins, Zebra & Snake, Digits und Hush Hush sind einige der insgesamt über 30 Live-Bands, die es am 01. September von 14 bis 22 Uhr in diversen Locations rund um die Torstraße zu sehen bzw. zu entdecken gibt.
 
Organisatoren des Festivals sind Andrea Goetzke, Andreas Gebhard, Melissa Perales und in diesem Jahr auch von Singer-Songwriter Norman Palm.

Norman, wie kamst du dazu, ein Festival zu organisieren?
Letztes Jahr habe ich für das erste Torstraßen-Festival ‚nur’ das Design gemacht. Dieses Jahr bin ich dann zum Team dazu gestoßen, habe einige der Künstler gebucht, kümmere mich um Text, Design und einiges andere. Ich kenne den Rest des Teams schon lange persönlich, wir sind, wohnen selbst alle in Torstraßennähe und stecken in der Musik, als Veranstalter, Booker oder ich als Musiker.
Wer sind deine Lieblingskünstler auf dem Festival?
Man gewöhnt sich die Favoriten erstaunlich schnell ab, wenn man so etwas organisiert und die Bands darüber richtig kennenlernt. Uns begeistern natürlich alle Acts, sonst wären sie nicht dabei. Mein Geheimtipp ist Dan Bodan, ein Kanadier in Berlin, der sich mit Elvis-Stimme durch seine digitalen Songs schunkelt. Kool Thing ist eine fantastische australisch-irische Band, mit der ich mir in Berlin einen Proberaum geteilt habe und ich freue mich besonders auf Masha Qrella, die nach langer Zeit wieder mit einem neuen Album auf Tour ist. Außerdem stehen noch ein paar Namen aus, da werden noch sehr interessante Sachen dazukommen.
Was ist das besondere am Torstraßen-Festival?
Die Torstraße ist ein besonderer Ort in Berlin. Sie ist lebendig, verändert sich rasant und ist voll von sehr verschiedenen Bars, Clubs, Restaurants und Geschäften. Teils ganz hip und neu, teils schon seit der Wende dort und immer noch cool. Wir versuchen, das zu verbinden, und die vielfältige Atmosphäre widerzuspiegeln. Ich sehe Bands am liebsten in kleinen Clubs, das ist bei uns möglich. Zwischen den Acts kann man auf der Torstraße Kaffee trinken, flanieren oder einkaufen, denn um das Festival ist schon im letzten Jahr ganz automatisch ein inoffizielles Rahmenprogramm durch die Restaurants und Geschäfte entstanden, was das Ganze fast zu einer Art Nachbarschaftsfest macht. Dazu ist besonders, dass wir viele Bands haben, die zwar international besetzt sind, aber auch eine Couch in Berlin haben. So gesehen ist das ganze auch ein Spiegel der Berliner Szene.

Welche nationalen/internationalen Festivals hast du selbst schon bespielt, welche waren deine Lieblingsfestivals? Und wo würdest du gern mal auftreten?
Mein Lieblingsfestival in Deutschland ist das Haldern Pop am Niederrhein. Es hat die richtige Größe und die richtige Motivation, schlichtweg das Interesse an guter und neuer Musik zu stillen, statt ein Riesenevent aufzuziehen, bei dem man sich durch eine Sponsorenmesse zur Bühne kämpfen muss. Dieses Jahr habe ich auf dem tollen Tanned Tin in Spanien gespielt, das im Winter in einem gespenstisch leeren Badeort stattfindet. Im Jahr zuvor waren wir beim SXSW, bei dem uns die Stromkonverter durchgebrannt sind und wir in Folge nur etwa drei Songs gespielt haben. Da ich musikalisch immer wieder mit Finnen zusammenarbeite, hoffe ich, irgendwann mal auf dem Flow Festival in Helsinki zu spielen. Das Festival ist mitten in der Stadt, ohne Camping. Ehrlichgesagt: Ich hasse Camping.
 
Alle Infos zum Torstraßenfestivals findet ihr unter www.torstrassenfestival.de.

Das bisherige Line-up im Überblick:
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