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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Wonach wir suchen & Die Unvollkommenheit

Eheruncool & Sternbuschweg

"Wir suchen die Liebe, wir werden nichts finden." Was hier ganz am Anfang steht, steht bei Eheruncool ganz am Schluss. Die letzten Zeilen von "Wonach wir suchen" zeigen ihren Hang zur Schwermütigkeit noch deutlicher als auf der letzten EP. Der Sänger der sympathischen B
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"Wir suchen die Liebe, wir werden nichts finden." Was hier ganz am Anfang steht, steht bei Eheruncool ganz am Schluss. Die letzten Zeilen von "Wonach wir suchen" zeigen ihren Hang zur Schwermütigkeit noch deutlicher als auf der letzten EP. Der Sänger der sympathischen Band aus der sächsischen Provinz hat dabei immer noch diesen leicht müde wirkenden Gesang, den er nur im Song "Neue deutsche Popkultur", wenn er gegen Rechts und gegen nationale Anbiederei singt, ablegt. Ansonsten hört man immer noch die vielen Blumfeld-Einflüsse heraus, die Eheruncool gar nicht verstecken, ja, gar nicht verstecken wollen. Da ist es nur konsequent, wenn der Sänger in "Fünf Stunden von Hamburg" von seinen Helden erzählt, die seinen Plattenschrank füllen - und von Jochen, der Gedichte singt.


Nicht ganz so schwermütig und dabei mit deutlich breiteren Soundwänden kommt die zweite Tumbleweed-Veröffentlichung in diesem Monat daher: Kein Jahr nach ihrem Debütalbum im letzten Jahr fahren Sternbuschweg auf dieser EP erneut die breiten Gitarrenwände, halligen Schlagzeugsounds und hymnischen Parolen wie "Zeig mir noch mal, wie sehr du mich liebst" auf - in der ersten Hälfte mit neuen Songs von 2008, in der zweiten Hälfte mit unveröffentlichten Songs aus dem letzten Album und zum Schluss mit dem Karpatenhund-Cover "Ist es das, was du wolltest". Letzteres ist vor allem für all diejenigen, denen das Original zu zuckersüß ist, eine besondere Freude.