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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Noch weiter weg von uns

Eheruncool

Weiße Grundfarbe, altertümliche Typografie, an der Seite die Silhouette einer abwesend dreinblickenden Frau - es bedarf keiner besonderen Fantasie, um beim äußeren Erscheinungsbild der neuen EP von Eheruncool an Hamburg Anfang der Neunziger zu denken. Namentlich an Blumfeld. Und passenderweise bezei
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Weiße Grundfarbe, altertümliche Typografie, an der Seite die Silhouette einer abwesend dreinblickenden Frau – es bedarf keiner besonderen Fantasie, um beim äußeren Erscheinungsbild der neuen EP von Eheruncool an Hamburg Anfang der Neunziger zu denken. Namentlich an Blumfeld. Und passenderweise bezeichnet Eheruncool-Sänger Alex in der Info die ersten beiden Alben der Apfelmänner als seine ewigen Lieblingsplatten. So sollte das grobe Raster gesteckt sein: Gitarren, deutsche Texte, Pop. Doch uns geht es ja um die darin enthaltenen Schattierungen. Eher schwerfällig kommen die fünf Songs daher, mit verhaltenem Gitarrengeschrammel ohne besondere Facettierungen. Das und vor allem der müde wirkende Gesang lassen mich an die großen und leider verblichenen Go Plus denken, zudem auch meine persönliche Lieblingsstelle auf der EP, das hallige “Dadadada” am Ende von “Lebe lieber schwer”. Allerdings gaben mir Go Plus textlich öfter das Gefühl der Begeisterung aufgrund von ganz verblüffend pfiffigen Formulierungen. Insgesamt klingt die Platte hübsch rumpelig und lo-fi und gibt sich in dieser Hinsicht sehr geschichtsbewusst. Trotzdem – Platz nach oben ist noch da.